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Fetisch Video Titel und Fetisch Begriffserklärungen

Altersunterschiedsspiele BDSM
Analkoitus
Anilingus Polochlecken
Anspucken Speichelstrahl
Anus Poschmuck Anuspiercing
Atemkontrolle Breath Control Play oder Erotic Asphyxiation
Augenbinde vincilagnia
Auspeitschen flagellum: Geißel

Badebekleidung Fetisch
Ballet Heels Ponyboots
Bastonade Bastinado Schlagstock
Beißen Fetisch sexuelle Devianz
Bestrafung Fetisch sensorische Deprivation Vanillasex
Blutergüße Fetisch
Butt-Plug Fetisch

Crushing Retifismus
Cuckold Hahnrei Fetisch

Deepthroat
Dirty Talk Intimidation Gespräche sexuellen Inhalts

Englische Erziehung Flagellation Die Geißler
Erniedrigung Anprangern Selbstzerknirschung

Face Sitting Gesichtssitzen Queening
Fellatio Fetisch
Figging Gingerole
Folienbondage Mumifizierung Vakuumbetten Deprivation
Fremdbestimmung Heteronomie

Gangbang Fetisch
Große Brüste Fetisch Glandula mammaria

Halsbänder O-Ringe Fetisch
Handschellen Fetisch

Käfighaltung Fetisch
Keuschhaltung Orgasmusverzicht Tease and Denial Fetisch
Kitzeln Fetisch Elektrostimulation E-Stim oder Elektrosex
Klinikerotik Kliniksex oder Weiße Erotik Medical Play

Laktation Fetisch
Latex Fetisch
Leder Fetisch

Masken Fetisch ProDomme
Massage Fetisch
Minirock Fetisch
Muskeln Fetisch
Mysopholie Geruchsfetischismus oder Olfaktophilie

Penisfolter Hodenfolter Cock and Ball Torture

Plüsch Fetisch
Prostatamassage Prostata-Drainage oder griechische Massage

Reizüberflutung Fetisch
Rollenspiele Fetisch Cosplay erotische Rollenspiele
Samt Fetisch Pannesamt
Satin Fetisch Moleskin, Duchesse und Crêpe Satin
Schlagen mit Peitsche Fetisch Knute
Schweiß Fetisch Hyperhidrose
Sex in der Öffentlichkeit Begattung
Sinnesentzug sensorische Deprivation
Squierting weibliche Ejakulation

Total Power Exchange Totaler Machtaustausch
Tränen Fetisch

Umschnalldildo Fetisch
Uniformen Fetisch

Vergewaltigungsspiele Fetisch

Windeln Fetisch

Zwangsjacke Fetisch


 

 

 

Altersunterschiedsspiele – BDSM

 Altersunterschiedsspiele – BDSM ist die heute in der Fachliteratur gebräuchliche Sammelbezeichnung für eine Gruppe miteinander ähnlicher sexueller Vorlieben, die häufig ungenauer als Sadomasochismus oder anders auch als SM oder Sado-Maso bezeichnet werden.
Der Begriff BDSM, der sich aus den Anfangsbuchstaben der englischen Begriffe Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism zusammensetzt, beschreibt eine sehr vielgestaltige Gruppe von häufig sexuellen Verhaltensweisen, die zum Beispiel mit Dominanz und Unterwerfung, spielerischer Bestrafung sowie Lustschmerz oder Fesselungsspielen in Zusammenhang stehen können.
Andere mögliche Bezeichnungen für BDSM sind zum Beispiel Kinky Sex oder Ledersex.

Analkoitus
Unter Analverkehr oder Analkoitus (von lat. anus After; auch: Pedicatio) – möglich ist  auch das es Posex genannt wird – versteht man das Einführen des erigierten männlichen Penis in den After des Sexualpartners. Das Einschieben eines Sexspielzeugs oder anderer Mittel, der Finger oder der Hand (Fisting) sowie der Zunge (Anilingus) gehört zur analen Stimulation und nicht etwa zum Analverkehr.

Anilingus
Der Anilingus (Kunstwort aus lat. anus: After und lingere: lecken; engl. Rimming oder Rim-Job; häufig auch als Oroanalkontakt, Zungenanal, Polochlecken oder lateinisch inkorrekt als Analingus bezeichnet) bezieht sich auf eine orale Sexualpraktik, dabei wird der Anus, meist beinhaltet Dammregion, mit Lippen und Zunge stimuliert wird, und kann sowohl oberflächlich als auch durch Berühren des Anus mit der Zunge erfolgen. Die Poregion ist mit vielen Nervenenden besetzt und zählt zu den erregbaren Zonen fast aller Menschen.
Neben Küssen ist es eine der wenigen Sexualpraktiken, die nicht abhängig von dem jeweiligen Geschlecht der Partner ist, da kein wichtiges oder normales Geschlechtsmerkmal beinträchtigt ist. Entsprechend gibt es heterosexueller Anilingus und schwule Anilingus zwischen Männern und zwischen Frauen gleichermaßen.

Anspucken
Das Anspucken einer Person ist eine große Erniedrigung. Deshalb wird es in vielen Sportarten wie z. B. beim Fußball als nicht faires Verhalten geahndet. Es wird auch als eine Technik des Runterziehens des BDSM-Spiels von Dominas benutzt.
Unter „Geifern“ kann man in der Umgangssprache das Herausspritzen eines feinen Speichelstrahls aus dem Mund verstehen. Das kommt meistens unkontrolliert beim Gähnen oder beim weiten Öffnen des Mundes. Einige Menschen können es mit Absicht machen.

Anus
In den letzten Jahren hat, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, das sogenannte Anal bleaching Zuspruch gefunden. Hierbei wird eine besondere Bleichcreme auf die Stellen rund um den Anus mit dem Ziel aufgetragen, die häufig dunklere Pigmentierung dieser Region bezüglich Farbton und Helligkeit der umgebenen Haut anzugleichen. Diese Methode stammt ursprünglich aus dem Erotikgewerbe, hat aber inzwischen auch die „normale“ Bevölkerung erreicht und wird fast nur von Frauen durchgeführt.
Eine zusätzliche Besonderheit ist sogenannter Poschmuck. Dabei handelt es sich um Analplugs, die am äußeren Ende meist verziert sind oder einen Schmuckstein trägt (Juwelplug). Auch denkbar, jedoch relativ selten, ist das Anuspiercing.
Es ist deswegen selten, da dies bei alltäglichen Dingen sehr viele Schmerzen bereiten kann, z. B. wenn es sich entzündet.

Atemkontrolle
Atemkontrolle (engl. breath control play oder Erotic Asphyxiation) ist eine Sexualpraktik aus dem Bereich des BDSM. Hierbei wird die Atmung des nicht aktiven Partners (Bottom) entweder erschwert oder für kurze Zeiträume komplett unterbunden. Diese Praktik zählt zu den gefährlichsten und extremsten Praktiken des BDSM. Ob sie noch zum Bereich des einvernehmlichen, sicheren und mit gesunden Menschenverstand ausgeübten BDSM (SSC) gehört, ist innerhalb der Szeneumstritten.

Augebinde
Der aus dem Englischen kommende Begriff Bondage bezeichnet unter anderem Umklammerung oder Knechtschaft und sagt deshalb innerhalb der BDSM-Szene Praktiken zur Fesselung oder Einschränkung der körperlichen Bewegungsfreiheit. Das Ziel ist meistens die sexuelle Stimulation; es gibt natürlich Sonderformen, bei denen das Bondage aus ethischen oder anderen Gründen eingesetzt wird. Der wenig verwendete Ausdruck vincilagnia (aus dem Lateinischen: vincio – mit Ketten fesseln und lagneia – Lust) umschreibt die sexuelle Erregbarkeit durch Unterbindungen oder Fesselungen.

 

Auspeitschen
Das Auspeitschen, auch Flagellation oder Geißelung (von lat. flagellum: Geißel) mit unterschiedlichen Peitschen, Ruten oder einem Rohrstock kann zu mehreren Zwecken und aus unterschiedlichen Beweggründen erfolgen. Praktiziert wird bzw. wurde die Flagellation sowohl im Kontext der religiösen Bestimmung, als Strafe in Erziehung und Justiz sowie als Spielart der lustvollen Sexualität.

Badebekleidung
Obwohl sie bei Frauen öfters vorhanden sind, werden Badekappen sowohl von Männern als auch von Frauen benutzt. Das ist zum einen auf die frisurschützende Funktion einer Bademütze und zum anderen Teil auf die in einigen wenigen Bädern noch immer herrschende Pflicht zum Tragen einer solchen Kopfbedeckung zurückzuführen. Während Männer bei Schwimmwettbewerben häufig mit rasiertem Schädel antreten, verwenden Frauen ebenfalls straff anliegende Badekappen.
Badeschuhe, meist in Form von Sandalen oder Flip Flops, werden im Schwimmbad als Schutz vor Fußpilzerkrankungen, am steinigen Strand dagegen eher der Vorbeugung vor Fußverletzungen. Hier werden sie häufig auch während des Schwimmens anbehalten.
Wettkampfschwimmkleidung kann je nach Ausführung für Männer und Frauen auch lang sein und Beine haben. Verbreitet sind neben traditionellen Anzügen und Hosen auch einteilige Ganzkörperbadeanzüge, die aufgrund ihrer glatten Oberfläche den Wasserwiderstand vermindern und damit die Geschwindigkeit erhöhen können.
Es gibt Badeanzüge mit besonderer Oberflächenstruktur, die einen geringeren Wasserwiderstand erzeugen sollen. Viele Hersteller bieten diese Badeanzüge ausdrücklich unisex für Männer und Frauen an, andere verschiedene Hersteller differenzieren Männer- und Frauenmodelle. Diese Skin-Anzüge haben in sich meistens auch den Kunststoff Neopren, da die Oberfläche bei diesem Stoff noch geringeren Wasserwiderstand ermöglicht.

Ballet Heels
Bezeichnung hat diese Fußbekleidung in der Fetisch- , High-Heels- und Bondage-Szene. Langes Stehen oder Gehen ist mit solchen Schuhen nicht leicht möglich und gesundheitsgefährdend. Wegen der durch den Schuh erzwungenen harten Fußschiefstellung können nicht geübte Personen kaum mit gestreckten Beinen darin stehen und spüren Schmerzen in Fuß und Wade. Ballettstiefel werden nicht in normalen Schuhgeschäften angeboten, sondern in Fetisch- und Sexshops, sowie die dazugehörigen Internetseiten.
Drastische Unterscheidungsmerkmale verschiedener Modelle ist die Länge des Schafts (der bis zum Schritt hochreichen kann) und die Form der Schuhspitze. Häufig grade zulaufende Schuhspitzen pressen die Zehen absichtlich zusammen, wohingegen so genannte Ponyboots in einer dem Pferdehuf nachempfundenen Form (gelegentlich mit einem Hufeisen versehen) enden.

Bastonade
Unter Bastonade oder Bastinado (franz. Bastonnade, auch ital. bastonata, „schlagen, prügeln“ bzw. baston/baton, „der Schlagstock“) versteht man eine uralte Prügelstrafe, insbesondere in nahöstlichen und fernöstlichen Ländern. Im Arabischen ist der Begriff auch als Falaka bekannt.
Geschlagen wird, meist mit einer Rute oder einem Stock, auf die nackten Fußsohlen des Opfers, dessen Füße an einen Balken geschnürt und mit ihm emporgehoben werden.
In der Bibel wird im Alten Testament (Dtn 25,2-3 EU) eine Höchstanzahl von „40 Schlägen weniger einen“ genannt. Im persischen Reich galten vor der Revolution von 1905 etwa fünfzig Stockschläge auf die Fußsohlen als eine vergleichsweise leicht, tausend als eine grausame Bestrafung.

Beißen
Als sexueller Fetischismus wird in der Normalheit eine sexuelle Devianz verstanden, bei der ein toter Gegenstand, der im Volksmund genannte Fetisch, als Anregung der sexuellen Intimität und Befriedigung dient. Das fetischistische Verhalten unterscheidet sich individuell stark und kann sich auf einen alleinstehenden Gegenstand, auf viele Objekte, Materialien oder auch auf Körperteile des Partners beziehen. Darüber hinaus gibt es sowohl therapeutisch als auch umgangssprachlich verschiedene Verwendungen des Begriffs, die zum Teil stark von einander abweichen und sich vor allem durch die Frage unterscheiden, ob der sexuelle Fetischismus eine mit anderen Vorlieben gleichberechtigte sexuelle Präferenz ist, oder es sich hauptsächlich um eine behandlungsbedürftige Störung des Sexualverhaltens, eine Paraphilie, handelt. Im Rahmen der sexualmedizinischen Diagnostik oder der Psychoanalyse wird der sexuelle Fetischismus dann als behandlungsbedürftig verstanden, wenn der Fetisch als ganzer Ausgleich für die partnerschaftliche Sexualität dient, die sexuelle Befriedigung ohne Verwendung des Fetisch schwierig ist oder unmöglich erscheint und bei dem Betroffenen dadurch ein entsprechender Leidensdruck kommt.  Sexueller Fetischismus ist als Teil des Formenkreises der Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen als Komplex der Sexualpräferenz in der "Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme" (ICD) unter der Schlüsselnummer F65.0 gelistet.
Zu den Problemen fetischistischen Verhalten gibt es verschiedene Theorien, wobei niemand und keine vollumfänglich anerkannt ist. Natürlich ist die Verbreitung des sexuellen Fetischismus in der Bevölkerung aufgrund der mangelnden Behandlungsbedürftigkeit und der zunehmenden gesellschaftlichen Akzeptanz sexueller Aufälligkeiten nicht bekannt, Betroffene suchen nur in seltensten Fällen psychologische Hilfe. Durch Überschneidungen sowohl in der sexuellen Devianz selbst, als auch durch die gemeinsame diagnostische Einordnung des erotischen Sadomasochismus, Fetischismus und fetischistischen Transvestitismus wird die Szene oft der sadomasochistischen Subkultur zugewählt oder gehen sich dieser bei Aktionen und in politischen Organisationen an.

Bestrafung
Sinnesentzug beschreibt eine Praktik aus dem Bereich der Sexualpraktiken, insbesondere der sadomasochistischen Praktiken, bei der einem der Partner ein oder mehrere Sinne entzogen werden. Oft wird auch der Bezeichnung„sensorische Deprivation“ aus der Scharte Folter hergenommen; im Gegensatz hierzu findet die sexuelle Version auf der Grundlage gegenseitigen Einvernehmens und Freiwilligkeit statt (vgl. Safe, Sane, Consensual).
Der Sinnesentzug kann vom einfachen „Augenverbinden“, das auch im Vanillasex oft vorkommt, bis hin zur Mumifizierung einschließlich des ganzen Umschließens des Kopfes mittels einer Maske beispielsweise aus Latex geschehen. Je nach Gereglung der Mittel kann ein Sinn, beispielsweise der Hörsinn mit Hilfe von Ohrenstopfen oder der Tastsinn mittels eines Vakuumbettes weggenommen werden. Zusammengenommen werden kann im Rahmen der abgesprochenen Grenzen bis hin zu einem ca. kompletten Sinnesentzug. Je nach Selbstverständnis der Partner kann dieses Mittel in einem erotischen Kontext der „Bestrafung“ stehen oder der sexuelle Befriedigung eines sexuellen Fetisches, aber auch dem reinen Lustgewinn dienen.

Blutergüße
Hämatome sind oft Blutungsereignisse im weit unteren Bereich, die durch Gewalteinwirkung von anderen entstehen, z. B. Stoß, Schlag, Sturz oder nach einer OP. Sie können stark und schnell größer werden und sehr weh tun. Im Regelfall verheilt ein Bluterguss von selbst im Laufe von zwei bis drei Wochen ab. Im Laufe der Regenerationsphase können verschiedene Farben auf, weil die Blutrückstände vom Körper abgebaut werden. Die Phasen sind folgendermaßen zu umschreiben:
1.            Rot: die kleinen Gefäße (Kapillare) platzen auf und das Blut (rot durch Hämoglobin) tritt ins Gewebe ein
2.            Dunkelrot-Blau: das Blut gerinnt
3.            Braun-Schwarz: enzymatischer Abbau des Hämoglobins zu Choleglobin/Verdoglobin (Gallenfarbstoff)
4.            Dunkelgrün: enzymatischer Abbau des Hämoglobins zu Biliverdin (Gallenfarbstoff)
5.            Gelb-Braun: enzymatischer Abbau des Hämoglobins zu Bilirubin (Gallenfarbstoff).
Durch schnelles Abkühlen der verletzten Stelle lassen sich der Schmerz und die Ausbreitung eindämmen, weil sich die Blutgefässe dabei zusammenziehen und somit viel weniger Blut austritt.
Lebensgefährlich können Hämatome im Gehirnbereich (siehe Hirnblutung) sowie innere Hämatome, ebenso bei Blutererkrankungen. In letzterem Falle können Hämatome bereits durch ein leichtes, nicht notwendiges Trauma ausgelöst werden. Ebenfalls in den unteren Knorpelgelenken wie Kniegebein, Sprunggelenk, Hüfte können stark blutige Blutergüsse entstehen und bei mehrmaligem Auftreten die Entstehung einer Arthrose hervorrufen.
Im Fortgeschrittenen Stadium der Krankheit treten Anzeichen des Myelodysplastischen Syndroms auf.

Crushing
Als Schuhfetischismus (veralt.: Retifismus) wird in der Normalheit eine sexuelle Devianz verstanden, bei der Schuhe, im Rahmen eines sexuell fetischistischen Verhalten, als Stimulus der sexuellen Erregung und Befriedigung dient. Im Rahmen der sexualmedizinischen Diagnostik oder der Psychoanalyse wird diese Form des Fetischismus, analog zu der des sexuellen Fetischismus, dann als behandlungsnötig empfunden, wenn der Fetisch als vollständiger Ausgleich für die partnerschaftliche Sexualität hergenommen wird, die sexuelle Gutstellung ohne Verwendung von Schuhen nicht ermölicht ist oder fast nicht möglich erscheint und bei dem Betroffenen dadurch ein entsprechender Leidensdruck vorherrscht. Schuhfetischismus ist als sexueller Fetisch Teil des Formenkreises der Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen als Bestörung der Sexualpräferenz in der "Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und ähnliche Gesundheitsprobleme" (ICD) unter der Schlüsselnummer F65.0 gelistet. Zu den Möglichkeiten dieses Verhaltens gibt es unterschiedliche Theorien, wobei keine voll anerkannt ist. In einigen Fällen kann Komorbidität mit anderen Paraphilien auftreten, zum Beispiel fetischistischen Transvestitismus. Durch Überschneidungen sowohl in der sexuellen Devianz selbst, wie auch durch die zusammengehörende diagnostische Einordnung des erotischen Sadomasochismus und Fetischismus wird die Szene häufig der sadomasochistischen Subkultur zugeordnet.

Cuckold
Als Cuckold wird vor allem in der BDSM-Szene ein Kerl bezeichnet, der in einer festen Partnerschaft oder Liebesbeziehung durch den sexuellen Kontakt seiner Frau / Freundin mit anderen Jungs (sogenanntes Fremdgehen) sexuelle Luststeigerung erlangt. Diese sexuelle Lustempfindung findet sich sowohl bei unverheirateten als auch bei verheirateten Paaren. Dabei wird der Cuckold dominantes, voyeuristisches, masochistisches und/oder devotes Verhalten bevorzugen.
Im englischen Sprachgebrauch ist Cuckold zeitgleich die Entwendung des veralteten deutschen Begriffs Hahnrei, also ein Mann, der mit dem Fremdgehen seiner Partnerin gedemütigt wird. Mit der Einführung des englischen Lehrwortes in die deutschen Sprachgebrauch findet hier eine Differenzierung zwischen dem alltäglichen heimlichen Fremdgehen und innerhalb der Beziehung offen ausgelebten sexuellen Vorlieben statt.

Deepthroat
Deep Throat [diːp θɹoʊt] (englisch: „tiefer Hals, tiefe Kehle“) ist in historischer Reihenfolge:
•             eine Variante des Oralsex, bei der der Penis gänzlich im Rachen eingeführt wird; siehe Deepthroating
•             der erste pornographische Film, der durch geschickte Werbung als für die Bevölkung ansehnlich angesehen wurde; siehe Deep Throat (Film)
•             ein Pseudonym von Mark Felt, dem Agenten von Bob Woodward und Carl Bernstein in der Watergate-Affäre

Dirty Talk
Die Auswahl an erotisierenden Wörtern ist groß, Liebespartner können:
•             erotisierende Liebesschwüre ablegen
•             mehrdeutige Bemerkungen machen
•             genau beschreiben, was sie erregt oder sie gerade tun
•             simple Reizworte nutzen: „hart“, „nass“, „ficken“ usw.
•             Sexualorgane mit Eigennamen benennen: „Schwanz“, „Muschi“
•             einen bestimmten Akzent oder Dialekt imitieren, z. B. französisch, sächsisch
•             Szenesprache nutzen (Erotisches Rollenspiel)
•             eine gemeinsame „geile“ Sprache finden und benutzen (Schlüsselwörter)
•             poetische oder fantasievolle Ausdrücke nutzen: „die Auster schlürfen“
•             erotische Geschichten oder Phantasien erzählen
•             spezielles Vokabular gebrauchen, flüstern
•             Witziges, Frivoles, Schamloses, Anrüchiges, Verruchtes, Deftiges,
•             Unanständiges, Obszönes, Vulgäres, Tiernamen
•             Unmoralisches, politisch nicht Korrektes, Fäkalsprache
•             sich Befehle geben: „Bück dich“ oder „Waffe hoch!“
•             sich beschimpfen: „Schlampe“, „Luder“, „Sau“
•             sich erniedrigen und beleidigen als Variation von BDSM
Bei Telefonsex, Cybersex (Netiquette), SMS-Botschaften und auch Liebesbriefen kommt es darauf an, den nicht sichtbaren Partner mit Worten zu erregen, ohne ihn zu belästigen oder zu beleidigen.
Einschüchterung (engl.: Intimidation) in Verbindung mit sexueller Belästigung als Form von verbalem Missbrauch (engl.: verbal abuse) oder emotionale Manipulationen oder eine absichtlich hervorgerufene Betretenheit sind kein Dirty Talk (siehe auch Stalking).
Ist das sexuelle Erleben auf Gespräche sexuellen Inhalts oder das Zuhören sexueller Texte fixiert, spricht man von der Paraphilie, Narratophilie bzw. bei obszönen Anrufen von der Telefonscatophilie.

Englische Erziehung
Die Geißelung wird auch Flagellation und die Anhänger dieser Sexualpraktik werden Flagellanten genannt. Hier kommt jedoch eine Verwechslungsgefahr mit der auch Flagellanten genannten christlichen Laienbewegung („Die Geißler“).
Der Flagellantismus ist eine Untergruppe des „Sadomasochismus“ genannten Teilbereichs des BDSM. Nach veraltetem Verständnis sind passive Flagellanten Masochisten. Heute bezeichnet „Masochismus“ jedoch eine medizinische Diagnose, unter die die häufigsten Mitglieder der BDSM-Subkultur absolut nicht fallen. Die allgemeine und normale Bezeichnung für einen passiven Flagellanten ist „Bottom“, also derjenige, der „unten“ ist.
Der Flagellantismus ist mit dem Spanking ähnlich, aber nicht identisch. Unter den Begriff Spanking fallen extra solche Praktiken, bei denen primär und oft ausschließlich auf das Gesäß gehauen wird. Spanking kann man mit Erziehungsspielen, Rollenspielen und/oder mit Ageplay zusammengehören , muss aber nicht.
Im Gegensatz dazu stehen begrenzen Flagellanten die Züchtigungen nicht auf das Gesäß, sondern nehmen auch andere Körperteile wie z. B. Rücken, die Schenkel oder die Fußsohlen mit ein. Währendessen beim Spanking eine Vielzahl von Züchtigungsgeräten verwendet wird (z. B. Rohrstöcke, Paddles oder auch nur die flache Hand), lieber nehmen Flagellanten meist Peitschen, Gerten oder Rohrstöcke – Paddles nehmen sich nur für das Gesäß und die flache Hand gilt als nicht schmerzhaft genug. Rollen- und Erziehungsspiele sind beim Flagellantismus eher nicht so häufig, meist steht der Schmerz und dessen Umwandlung und Wahrnehmung als Lustschmerz im Vordergrund.

Erniedrigung
Herkömmlich gibt es viele strafrechtliche und brauchtümliche Demütigungen. Sprichwörtlich ist das Anprangern. Bei den Leibesstrafen an Haut und Haar war das Rasieren von Haar oder Bart dazu bestimmt, im Brauchtum das Ausziehen oder Anspeien, bei Offizieren das öffentliche Abreißen der Rangabzeichen und Zerbrechen des Säbels. Als Soziales Institution ist sie Bestandteil vieler Initiationsriten. Im nationalsozialistischen Deutschland war der Drang zum öffentlichen Tragen des Judensterns eine gewollte Demütigung.
Bei lang andauernder Entrechtung von z. B. Minderheiten werden am Ende Handlungen, die nicht ihr Anderssein betonen, als Demütigung dargestellt. Sofern dies nicht beabsichtigt ist, kann es – nicht schwer – durch Taktgefühl abgebrochen werden.
Das Christentum kennt die Demut als Haltung. Die auf sich selbst zeigende Demütigung angesichts Gottes (Selbstzerknirschung, lat. contritio cordis „Zerknirschung des Herzens“) wird gut als Reue, gesteigert als eine Form der Askese aufgefasst.
Die Selbstdemütigung, zusammen mit einer Bitte, etwa durch einen Fußfall, kann dieser durchaus auch Nachdruck verleihen. Ein berühmtes historisches Beispiel dafür ist Kaiser Heinrichs IV. der Sage nach barfüßiger Gang nach Canossa, wodurch er den Papst zwang, den Kirchenbann über ihn aufzuheben.
Die Sozialpsychologie erforscht, inwieweit Demütigungen zu Gewalt und Kriegshandlungen führen, wie die Reaktion auf eine Demütigung mit der dementsprechenden Kultur variiert und wie Auswirkungen von Demütigungen überstanden werden können.[1]
Demütigungen können das Ziel haben, den Willen zu durchbrechen. Dies war lange Zeit ein Element der Kindererziehung in den west Staaten (siehe auch: Schwarze Pädagogik), wird aber auch heute gegenüber Älteren angewandt, beispielsweise in Guantanamo[1]

Face Sitting
Das Facesitting (engl. face „Gesicht“ und sit „sitzen“), auch Gesichtssitzen oder Queening genannt, ist eine Sexualpraktik, bei der ein Sexualpartner sich mit seinem Geschlechtsteil und/oder seinem Gesäß auf das Face des anderen setzt. Dies kann sowohl nackt wie auch angekleidet geschehen.
Der sexuelle Lustgewinn dieser Praktik kann für ihre Fans z. B. in oraler Stimulation (Cunnilingus, Anilingus), der Aufnahme des Geruchs des Partners oder anderen persönlichen Fetischen bestehen. Es wird verschiedenen Sitzpositionen unterschieden:
Fullweight (engl. „mit vollem Gewicht“), Reverse (engl. „andersherum“, Gesicht zu den Füßen des Partners hin gedreht) sowie weitere Sitzpositionen, die auch in sadomasochistische Praktiken übergehen. Hierzu gehört beispielsweise das Drowning (engl. „Ertränken“, Facesitting im/unter Wasser), das Bound (engl. „gefesselt“, der Partner hat also kaum Möglichkeiten, im Notfall einzugreifen), sowie leicht hockendes Sitzen, das auch im sogenannten Vanillasex für Anilingus und Cunnilingus genutzt wird. Daneben gibt es auch eher fetischistische Varianten, zu denen auch das sogenannte Jeanssitting, das bekleidete Facesitting mit Jeans, gehört. Es gibt auch Verbindungen zu exkrementophilen Sexualpraktiken.
Es gibt auch verschiedene Facesitting-Vorrichtungen, die sogenannten Smotherboxen. Diese dienen überwiegend der Bequemlichkeit des Sitzenden und der Sicherheit des liegenden Partners.

Fellatio
Häufig wird Fellatio beim Vorspiel angewandt, sowohl zur Steigerung der sexuellen Lust, als auch um eine Erektion zu erzwingen. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen dient sie als eine Form des Pettings der sexuellen Erkundung. Männer mit schwacher Erektion, die deswegen vaginal oder anal nicht penetrieren können, bekommen mit passiver Fellatio die Möglichkeit, penetrierenden Sex zu erleben. Neben der physischen Erregung wird auch ein Zusammenhang mit psychischen und sozialen Komponenten verdächtigt, der zur hohen Attraktivität des Fellatio führt. Hier werden insbesondere symbolische Zusammenhänge mit Dominanz, Kontrolle und Macht auf der Seite des Penetrierenden und Hingabe auf seiten des Ausführenden herangezogen. Zeitgleich kann die Vorstellung etwas Verbotenes zu tun, beziehungsweise ein Tabu zu brechen, zu einer Steigerung der Erregung führen.[1]

Figging
Da die im Ingwer die ätherischen Öle – vor allem die zu den Scharfstoffen gehörenden Gingerole – die Nozizeptoren in der Schleimhaut stimulieren (dies sind diejenigen Rezeptoren, die sonst auf Hitze- und abrasive Reize reagieren), kommt dies zu einem fast sofortigen und anhaltenden Wärme- und Schmerzreiz („Brennen“) an der Stelle.
Figging ist zwar äußerst schmerzhaft, aber im Gegensatz zu mechanisch verursachten Reizen (z.B. durch Fisting) ohne Verletzungsgefahr, denn die Hitze und das Brennen sind nur gefühlt schmerzhaft. Figging kann als demütigende Form der Körperstrafe empfunden werden und als sowas ist die Praktik für BDSM-Spiele reizvoll, u.a. auch zur Intensivierung der Schmerzen bei einer gleichzeitigen Züchtigung des Gliedes. Zum anderen hat Figging den Nebeneffekt, die Durchblutung der Geschlechtsorgane zu erhöhen, so dass die sexuelle Lust gesteigert und Orgasmen verstärkt werden können.
Die Wirkung des Ingwers baut sich innerhalb von etwa 2 bis 5 Minuten zu ihrem Höhepunkt auf und hält dann ca etwa 20 und 30 Minuten an (auch nachdem der Ingwer wieder entfernt wurde), im Extremfall mehrere Stunden.

Folienbondage
Die Mumifizierung ist eine sexuelle Praktik aus dem Bereich des Bondage, bei der der Körper oder verschiedene Körperteile mit geeignetem Material eingewickelt werden, was die Bewegungsfreiheit sehr einschränkt.
Gebräuchliche Methoden sind neben dem Umwickeln einzelner Körperteile auch das Einwickeln von Kopf oder Hals bis Fuß mit Materialien wie Frischhaltefolie, Stretchfolie, Bondage-Tape, Tüchern, Bandagen, Gummibändern, Klebeband und Gipsbandagen sowie die Benutzung von Saunasäcken, Vakuumbetten oder Zwangsjacken.
Die so gefesselte Person kann durch die teils stattfindende sensorische Deprivation in bestimmten Fällen einen angenehmen Zustand empfinden, auch das Gefühl der Hilfelos und Unfreiheit kann eine Rolle spielen. Die Verwendung als Strafe in einem erotischen RS, insbesondere einem Erziehungsspiel ist ebenfalls möglich. Für Fetischisten kann auch die zur Hilfe nahme eines bestimmten Materials wie Leder oder Lycra luststeigernd sein; darüber kann sind diese im englischen Sprachraum auch Bodybag genannten Saunasäcke sicherer, weil sie eine schnellere und werkzeuglose Befreiung im Notfall gewährleisten können.

Fremdbestimmung
Heteronomie ist im Gegensatz zur Autonomie die Fremdgesetzlichkeit bzw. -bestimmtheit und bedeutet die Abhängigkeit von fremden Einflüssen bzw. vom Willen anderer.

Gangbang
Eine besondere Form des Gruppensex ist der Gangbang (engl.), der sich durch eine häufige Überzahl männlicher Teilnehmer und durch abwechselnde Penetration einer Frau oder eines Mannes auszeichnet. Dagegen sind bei einem Reverse Gangbang die Frauen in der großen Überzahl. Der Begriff kommt aus dem Englischen von gang („Gruppe“) und bang (vulgär für „koitieren“) und kennzeichnet ursprünglich eine Gruppenvergewaltigung. Nachdem das Wort durch Pornographie bekannter wurde, wird es heute hauptsächlich für Gangbangs verwendet, die einvernehmlich erfolgen.

Große Brüste Fetisch
Die weibliche Brust (lat. Mamma, Mz. Mammae) zählt körperlich zu den sekundären Geschlechtsmerkmalen der Frau. Die Brust besteht aus Fett- und Bindegewebe sowie der Brustdrüse (Glandula mammaria). Diese gibt als Sekret Muttermilch durch feine Ausführungsgänge ab, die auf der Brustwarze rausgehen. Die Brustdrüse entspricht der Milchdrüse der übrigen Säugetiere.
 Da jedoch die vielzähligsten weiblichen Primaten im Verhältnis zu den jeweiligen männlichen Artgenossen wesentlich weniger ausgeprägte Brüste haben als Frauen, wird vermutet, dass die weiblichen Brüste zusätzlich ein speziell menschlicher Sexualdimorphismus ist und ihre Anziehungskraft auf potentielle Partner eine zweite hauptsächliche Funktion ausmacht. Die Brüste – vor allem die Brustwarzen – gehören zu den erogenen Zonen.
In der Medizin beschäftigt sich die Senologie mit den Erkrankungen der weiblichen Brüste. Eine der häufigsten Erkrankungen dieser Art ist der Brustkrebs.

Halsbänder
Im Bereich BDSM werden Halsbänder häufig von Subs benutzt. Neben der Verwendung im Rahmen von Bondage kennzeichnen sie oft die Bereitschaft zur Unterwerfung oder die Zugehörigkeit zu einem Top. Entsprechende Ausführungen sind in der Regel mit O-Ringen bestückt.
Auch D-Ringe sind oft Bestandteile von Halsbändern. Hierbei dient ihre Benutzung meist, im Gegensatz zur Verwendung von O-Ringen, gerade nicht der Anzeige eines bereits bestehenden festen sadomasochistischen Verhältnisses zwischen Top und Bottom. Sie erlauben zum Beispiel die Befestigung einer Leine an einem Halsband. D-Ringe gibt es in diesem Zusammenhang stattdessen oft für eine rein funktionale Befestigungsmöglichkeit ohne jede symbolische Metaebene (sogenannte „reine Arbeitshalsbänder“).

 

Handschellen
Handschellen finden häufig im Rahmen von Bondage- oder BDSM-Aktivitäten Verwendung. Hierbei werden zumeist hochwertige, ursprünglich für Sicherheitsbehörden entwickelte Modelle eingesetzt. Die unsachgemäße Anwendung auch in diesem Kontext birgt erhebliche Risiken und kann unter anderem zu dauerhaften Nervenschäden führen; daher werden alternativ regelmäßig auch spezielle mit D-Ringen ausgestattete Fesseln für Hand und Fußgelenke verwendet, die diese Gefahr erheblich reduzieren.
Die von Laien häufig sadomasochistischen Praktiken zugeordneten sogenannten Plüschhandschellen, d. h. Modelle mit flauschigen Polsterbezügen, werden in der BDSM-Szene praktisch nie benutzt und gelten hier, aufgrund ihrer mangelnden Qualität und designtechnischen Inkonsequenz als typische Sexspielzeuge für Vanillas. Neben der konkreten praktischen Anwendung werden Handschellen von Sadomasochisten, teilweise als Ketten- oder Schlüsselanhänger, auch ikonografisch verwendet.

Schambehaarung
Mit Schamhaar (Pubes)[1] oder Intimbehaarung wird die Behaarung der männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane und der angrenzenden Region bezeichnet, die sich mit Beginn der Pubertät als Teil der Körperbehaarung und somit als sekundäres Geschlechtsmerkmal herausbildet.

Käfighaltung
Ein Käfig (von lateinisch cavea) ist ein allseitig geschlossenes Behältnis, dessen Seiten mehr oder weniger perforiert sind. Er kann transportabel oder auch als Gebäude ausgeführt sein.
Im Gegensatz zum Käfig ist ein Korb nicht allseitig geschlossen. Die Seiten eines Käfigs sind meist nicht nur gerade Flächen, sondern können auch so stark gewölbt sein, dass dieser die Form einer Kugel hat, da oft flexibles Flechtwerk aus unterschiedlichsten Materialien verwendet wird. Bei einem sehr flexiblen Flechtwerk mit schon textilen Eigenschaften ist es kein Käfig mehr, sondern ein Netz.
Ein Käfig schließt den Inhalt nicht hermetisch von äußeren Umwelteinflüssen ab, was auch eine seiner wichtigsten Eigenschaften ist. Deshalb wird er oft für die Haltung von Tieren verwendet, was Tierschützer bei vielen Varianten der Käfighaltung als problematisch bis Tierquälerei einstufen. Bei Tierkäfigen ist das Geflecht oft aus Metall gearbeitet. Dieses Metallgeflecht besteht entweder aus Draht oder aus metallenen Gitterstäben. Den Untergrund bildet meist ein fester Boden, es sei denn man möchte, dass die Exkremente der Tiere hindurchfallen (Hühner in Käfighaltung). Die Größe ist je nach Zweck unterschiedlich. Sie reicht vom Löwenkäfig bis zum kleineren Vogelkäfig, auch Vogelbauer genannt.
Aus Tierschutzgründen sind Käfige in Deutschland lediglich noch zum Transport von größeren Tieren und in zunehmendem Maße immer seltener auch im Zirkus gestattet, wo besonders die Raubtiere und Bären meist in Käfigwagen untergebracht sind. Wenn also Käfige einen größeren Auslauf bieten, nennt man sie eher Zwinger oder auch Gehege, bei Vögeln spricht man von einer Voliere.

Unterwäsche
Als Reizwäsche oder Dessous (Lehnwort aus dem Französischen für „Unteres“) werden Kleidungsstücke bezeichnet, die dazu dienen können, den Geschlechtspartner sexuell zu erregen. Dies ist insbesondere Kleidung aus dem Bereich der Unterwäsche, die häufig speziell aus Materialen hergestellt wird, die als erotisierend empfunden werden und üblicherweise nicht im Bereich funktionaler Unterwäsche eingesetzt werden, beispielsweise Seide, Samt, Spitze, Lycra oder Satin. Diese Wirkung wird zusätzlich mit speziellen Schnitten unterstrichen. Dessous und Reizwäsche gibt es sowohl für Frauen wie auch für Männer, wobei das Angebot für Frauen deutlich vielfältiger und reichhaltiger ist. Häufig werden elegantere und hochwertiger verarbeitete Wäscheteile als Dessous bezeichnet[1], während provokantere Wäsche, insbesondere in bestimmten Farben wie Schwarz oder Rot, eher als Reizwäsche bezeichnet wird.

Keuschhaltung
Keuschhaltung bezeichnet eine sadomasochistische Sexualpraktik, bei der der eine Partner über den Orgasmus des anderen bestimmt und ihn gegebenenfalls über längere Zeit verweigert.
Sexueller Sadismus und sexuelle Dominanz beinhalten nicht nur die Präferenzen, anderen Schmerzen zuzufügen, sondern auch den Wunsch, das Lustempfinden anderer zu reduzieren. Daher kommt es insbesondere in TPE- und Femdom-Beziehung zur Keuschhaltung, die mit Peniskäfigen oder Keuschheitsgürteln unterstützt werden kann. Keuschhaltung bedeutet dabei Orgasmusverzicht, aber keine Abstinenz von sexuellen Anreizen. Vielmehr kann der Verzicht durch Tease and Denial noch zusätzlich gesteigert werden.

Kitzeln
Erotische Elektrostimulation (auch bekannt als E-Stim oder Elektrosex) ist eine Sexualpraktik, bei der Gleichstrom oder niederfrequente Wechselströme zur sexuellen Stimulation eingesetzt werden. Sie entwickelte sich aus der medizinischen Reizstrom-Technik. Zur Applikation der Ströme werden zumeist speziell entwickelte Geräte (wie etwa TENS oder Violet Wands) verwendet.
Erotische Elektrostimulation wurde in der Vergangenheit zumeist mit BDSM in Verbindung gebracht. Mittlerweile erscheint es so, als würde sich die Anwendergruppe zunehmend erweitern.

Klinikerotik
Bei der Klinikerotik handelt es sich um einen Sammelbegriff aus dem Bereich des BDSM. Hierbei werden sexuelle Praktiken, im Kontext mit Situationen von ärztlichen Behandlungen, Krankenhausaufenthalten oder medizinischen Untersuchungsmethoden meist in ein erotisches Rollenspiel, beispielsweise als Arzt und Patient, zwischen einvernehmlichen Sexualpartnern einbezogen. Eine Verbindung zum sexuellen Fetischismus kann sich neben der Wahl der Materialien auch in den Kostümen selbst ausdrücken, die häufig auch aus Latex hergestellt werden.
Der Begriff wird oft synonym zu Doktorspiel, Kliniksex oder Weiße Erotik gebraucht. Letzterer Ausdruck leitet sich von der für medizinisches Personal stereotypischen weißen Kleidung ab. Der englische Begriff Medical Play kann sowohl das erotische Rollenspiel wie auch Rollenspiele bezeichnen, die beispielsweise mit Kindern zur schonenden Einstimmung und Vorbereitung auf Krankenhausaufenthalte oder Untersuchungen durchgespielt werden.
Laktation
Laktation ist der Fachausdruck für die Milchabgabe von Säugetieren. Die Milchabsonderung fängt für gewöhnlich nach der Geburt an. Die tägliche Menge der Milchabgabe folgt einer Laktationskurve. Auch die Produktion von Muttermilch wird als Laktation bezeichnet.

Latex
Der Begriff Latex bezeichnet
•             den Werkstoff Naturkautschuk
•             den Werkstoff Gummi
•             den Milchsaft des Gummibaums Hevea brasiliensis, des Kautschukbaums
•             verallgemeinernd ähnliche Sekrete anderer Pflanzen, siehe Milchsaft
•             wässrige Polymerdispersionen, die z. B. durch Emulsionspolymerisation hergestellt wurden
•             eine Art von Wandanstrich, siehe Latexfarbe
•             ein Bekleidungsmaterial, siehe Latexkleidung
•             eine Software, die Makropakete für das Textsatzprogramm TeX bereitstellt, siehe LaTeX
•             einen Pornofilm von Michael Ninn, siehe Latex (Film)

Leder
Leder und Pelz gehören zu den ältesten von der Menschheit verwendeten Materialien, zusammen mit Holz, Stein und Wolle. Neben Schuhen und Lederbekleidung werden Erzeugnisse aus Leder als Lederwaren oder Portefeuilles bezeichnet. Darüber hinaus hat Leder Bedeutung und Verwendung in der Fetischszene und im BDSM. In der Geschichte wurde Leder auch für Waffen und Geräte verwendet. Verschiedene Holzgegenstände wurden mit Leder überzogen, wie z. B. Truhen und kleinere Kästen. Auch Würfelbecher bestanden meist aus Leder, ebenso wie die ersten Eimer.
Pergament ist eine bearbeitete aber ungegerbte Tierhaut, die seit dem Altertum als Beschreibstoff verwendet worden ist. Es ist damit ein Vorläufer des Papiers.
Die nordamerikanischen Indianer verwendeten Leder für die Bekleidung oder als Zelt (Tipi).
Leder wird nach der Fläche des Fells gehandelt. Dies geschieht noch heute in Quadratfuß. Ein Quadratfuß Leder sind 929 cm².

Masken / Domina
Eine Domina (von lat. Domina = Herrin) war ursprünglich die Vorsteherin eines Stiftes oder eines Klosters. Eine weitere Übersetzung ist „Herrin des Hauses“, von lat. Domus = Heim.
Heute wird die Bezeichnung Domina in aller Regel für Frauen verwendet, die gegen Entgelt sadistische und dominante Praktiken (vgl. Femdom) anbieten. Im angloamerikanischen Sprachgebrauch ist der Begriff Dominatrix häufiger. Der aus dem Englischen stammende moderne Begriff ProDomme wird im angloamerikanischen und im deutschen Sprachraum verwendet und legt die Betonung auf die Professionalität der Anbieterinnen.

 

Massage
Die Massage [maˈsaːʒə] (von frz. masser „massieren“, aus arab. مس „berühren; betasten“ oder aus griech. μάσσω „kauen; kneten“) dient zur mechanischen Beeinflussung von Haut, Bindegewebe und Muskulatur durch Dehnungs-, Zug- und Druckreiz. Die Wirkung der Massage erstreckt sich von der behandelten Stelle des Körpers über den gesamten Organismus und schließt auch die Psyche mit ein.

Minirock
Der Minirock ist ein Bekleidungsstück, das insbesondere die Mode der sechziger und siebziger Jahre geprägt hat. Es handelt sich um einen sehr kurzen Rock, der mindestens 10 cm über dem Knie der Trägerin endet.
Der Minirock wurde von der britischen Modeschöpferin Mary Quant in die Modewelt eingeführt. Erstmals wurde er 1962 im britischen „Vogue“ abgebildet. Schon drei Jahre später war das zunächst als skandalös empfundene Kleidungsstück zum weltweiten Verkaufsschlager avanciert. Der französische Modedesigner André Courrèges war für die Entstehung des Minirocks mitverantwortlich. Mittlerweile gilt er neben Quant als einer der wichtigsten Modeschöpfer der 1960er Jahre.
Der Minirock wurde teils als Provokation oder als Ausdruck einer allgemeinen Respektlosigkeit wahrgenommen, teils aber auch als Zeichen eines neuen Selbstverständnisses und Selbstbewusstseins der sich von überkommenen Zwängen befreit fühlenden Frauen verstanden.
Die neue Länge konnte sich in allen Gesellschaftsschichten durchsetzen. Selbst das englische Königshaus gab dem Trend nach und akzeptierte eine Länge von exakt sieben Zentimetern über dem Knie. Miniröcke gab es bald in allen Materialien, von edel bis billig, und sie wurden bei jeder sich bietenden Gelegenheit getragen. Selbst im Winter wurden Miniröcke angezogen. Die Strumpfindustrie zog bald nach und brachte statt Nylonstrümpfen Strumpfhosen auf den Markt, die die Beine ins richtige Rampenlicht rückten. Und auch steuerlich gab es einen Vorteil, denn der Minirock wurde zunächst aufgrund der eher kleinen Größe als Kinderkleidungsstück eingestuft. Auch Kleider wurden gemäß der Minirocklänge zu Minikleidern.
Mary Quant wurde für ihren Mut und ihre sinnlichen, jungen Kreationen 1966 mit dem „Order of the British Empire“ ausgezeichnet. Zur Verleihung im Buckingham Palace erschien sie im Minirock.
Etwa im Sommer 1968 erreichte der Minirock seine maximale Popularität und 1969 (als „Mini-Mini“) die höchstmögliche Saumhöhe, wobei das Höschen zum öffentlich sichtbaren Bestandteil der Mode avancierte. Nur kurze Zeit später brachte die Modeindustrie jedoch den bodenlangen Maxirock als Kontrastprogramm auf den Markt. Die nächste Steigerung im Jahr 1971 konnten deshalb nur die Hot Pants („Heiße Höschen“) bringen, die aber in den folgenden Jahren ebenso wie der Mini- und Maxirock durch die Zunahme von langen Frauenhosen an Bedeutung verloren.
In der Antike waren Miniröcke auch als Männerröcke weit verbreitet, zum Beispiel in Ägypten und Griechenland. Heute noch gehören rote Miniröcke zur traditionellen Stammestracht der Massai-Männer.

Muskeln
Als Muskulatur bezeichnet man ein Organsystem, das die Gesamtheit der Muskeln eines Lebewesens umfasst. Wird der Begriff im Zusammenhang mit anderen Körperteilen benutzt, wie z. B. bei den Bezeichnungen Bauchmuskulatur oder Rückenmuskulatur, so bezieht sich die Aussage auf die Muskelgruppen des jeweiligen Körperabschnitts und ihre Wechselwirkung.
Ein einzelner Muskel (lat. musculus) ist ein kontraktiles Organ, welches durch die Abfolge von Kontraktion und Erschlaffen innere und äußere Strukturen des Organismus bewegen kann. Diese Bewegung ist sowohl die Grundlage der aktiven Fortbewegung des Individuums und der Gestaltveränderung des Körpers als auch vieler innerer Körperfunktionen.
Eine grundlegende Differenzierung der Muskulatur bei Säugetieren einschließlich des Menschen erfolgt über ihre histologische Struktur und den Mechanismus der Kontraktion. Demnach unterscheidet man glatte Muskulatur und quergestreifte Muskulatur. Letztere lässt sich weiter in die Herzmuskulatur und die Skelettmuskulatur unterteilen. Weitere Unterscheidungsmöglichkeiten ergeben sich durch die Form, die Fasertypen und funktionelle Aspekte (s. u.).
Das einem Muskel zugrundeliegende Gewebe ist das Muskelgewebe, welches aus charakteristischen Muskelzellen besteht. Beim Skelettmuskel werden die Muskelzellen als Muskelfasern bezeichnet.

Mysopholie
Geruchsfetischismus oder Olfaktophilie (lat. olfacere - „riechen“ und griech. philos - der Freund) ist eine seltene sexuelle Devianz[1], bei der die sexuelle Erregung durch allgemein als unerfreulich angesehene Geruchsempfindungen hervorgerufen wird. Zu den am häufigsten verbreiteten olfaktophilen Praktiken gehört das Riechen an getragenen Socken, Schuhen oder benutzter Unterwäsche. Nach der medizinisch-psychologischen Definition kann die Olfaktophilie als Störung der Sexualpräferenz (Paraphilie) in der "Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme" (ICD) unter der Schlüsselnummer F65.0, dem sexuellen Fetischismus eingruppiert werden.[2] Im Rahmen der sexualmedizinischen Diagnostik oder der Psychoanalyse werden solche Störungen aber erst dann als behandlungsbedürftig verstanden, wenn der Fetisch als vollständiger Ersatz für die partnerschaftliche Sexualität dient, die sexuelle Befriedigung ohne Verwendung des Fetisch erschwert ist oder unmöglich erscheint und bei dem Betroffenen dadurch ein entsprechender Leidensdruck entsteht.[3]
Die Abgrenzung zu quasi-fetischistischen Verhaltensweisen ist schwierig, beispielsweise das Riechen an der Unterwäsche des Partners, um sich diesen bei der Masturbation besser vorstellen zu können (pars pro toto), wird nicht zwangsläufig der Olfaktophilie zugeordnet, kann aber Ausdruck der latenten Neigung zum Geruchsfetischismus sein.

Penis und Hodenfolter
Unter Cock and Ball Torture (engl. für Penis- und Hodenfolter) oder abgekürzt CBT versteht man die sexuelle Stimulation durch lustvoll-schmerzliche Folter von Penis und Hodensack. Es handelt sich nicht um eine Folter im ethischen Sinn, sondern um eine verbreitete einvernehmliche sexuelle Spielart des BDSM. Ein Orgasmus kann dabei angestrebt werden oder eintreten, muss aber nicht.

Plüsch
Plüsch (eigentlich frz. peluche [plyʃ]) ist ein Gewebe mit einem sehr weichen Griff. Er wird ähnlich hergestellt wie Samt. Im Gegensatz zu diesem hat Plüsch einen wesentlich höheren, dafür aber weniger dichten Faserflor (bis zu mehreren Zentimetern Höhe).

Plüsch entsteht dadurch, dass in normale Strickware ein extra Faden eingebunden wird, der an der Warenoberfläche kleine Schlingen bildet. Der zusätzliche Faden kann ganzflächig oder gemustert eingebunden sein (zum Beispiel Frottée).
Bei Scherplüsch oder Nickiplüsch werden die Schlingen zerschnitten, so dass durch die vielen kleinen, aus dem Stoff hängenden Fädchen eine samtartige Oberfläche entsteht.

Butt-Plug
Ein Butt-Plug [ˈbʌtplʌg] (von engl. butt plug = Po-Stöpsel), auch Buttplug oder Butt Plug geschrieben und auch Analplug oder Analstöpsel genannt, ist ein Sexspielzeug. Er ist eine Art Dildo, der in den Anus eingeführt wird und durch seine spezielle Form dort verbleiben kann. Butt-Plugs werden sowohl von Männern als auch von Frauen verwendet. Sie dienen der Vorbereitung auf den Analverkehr sowie auch der sexuellen Stimulation.

 

Prostatamassage
Prostatamassage ist das gezielte Reizen der männlichen Prostata als diagnostische Handlung zur gezielten Gewinnung von Prostatasekret oder als Sexualpraktik zur sexuellen Stimulation. Weitere Begriffe sind Prostata-Stimulation, Prostata-Drainage oder griechische Massage.

Reizüberflutung
Unter Reizüberflutung versteht man Situationen unter Überforderung an Reizen, welche der Mensch nicht mehr richtig verarbeiten kann. Von den 'klassischen' Reizen Hören, Sehen, Riechen, Schmecken und Tasten sind besonders die akustische und optische Wahrnehmung der Auslöser für eine Reizüberflutung. Einige Beispiele von möglichen Auslösern:
•             Gehör: Lärm, mehrere gleichzeitige akustische Quellen (z. B. Gerede inmitten Menschenmasse)
•             Augen: viele Farben, blinkende Lichter, schnelle Bewegungen
•             Autismus: Reizüberflutung ist häufig, aber nicht notwendigerweise, in Zusammenhang mit Autismus zu beobachten.
Denkbar wäre der Begriff Reizüberflutung beispielsweise auch bei einem bunt gemischten Essen welches die Geschmacksrichtungen süß, sauer, bitter, salzig und umami zugleich enthält und somit zu einer Überflutung der Reize führt, so dass die Geschmacksrichtungen nicht mehr einzeln zugeordnet oder empfunden werden können. Auch wird der Begriff gelegentlich im Zusammenhang mit einem Orgasmus gebraucht, sozusagen einer Reizüberflutung des Tastsinn als zu intensives Gefühlserlebnis. Im allgemeinen sprachlichen Gebrauch meint man mit der Reizüberflutung jedoch eine besonders durch Hektik hervorgerufene Situation, in welcher das Gehirn die Informationen nicht mehr korrekt verarbeiten kann und es zu einer Überforderung der Eindrücke kommt. Einige mögliche Situationen zur Verdeutlichung:
•             Musikvideos/Fernsehreklame: schnelle Bildschnitte, hektische Kameraführung, viele Geräusche/ständige Geräuschkulisse mit dem Ziel möglichst viele Informationen in kurzer Zeit unter zu bringen
•             Las Vegas: Leuchtreklame, Blinklichter, viele Menschen, klingelndes Geld der Spielautomaten
•             Einkauf: Große sich rasch bewegende Menschenmassen, viel Gerede, Kindergeschrei, flimmernde Fernseher in der Elektronikabteilung, Musik und Werbung durch die Ladenlautsprecher, viele bunte Farben der Produkte und Werbung.
•             Verkehr (Nächtliche Fahrt auf der Autobahn): Hohe Geschwindigkeit und somit hohe Konzentrationsanforderung, starker Kontrast zwischen dunkler Nacht und Verkehrssignale (besonders bei Baustellen), gleichzeitig Autoradio; im Stadtverkehr: viele Fahrzeuge, Schilderwald, Ampeln, Verkehrsgeräusche, Straßenbeleuchtung etc.
Die Reaktion auf eine Reizüberflutung kann sehr verschieden ausfallen. In den meisten Fällen wirkt die betroffene Person gereizt, reagiert aggressiv oder ermüdet sehr rasch. Hochsensible Menschen reagieren dabei besonders stark auf Reizüberflutung. Eine dauerhafte Reizüberflutung führt häufig zu Konzentrationsstörung, Realitätsverlust oder Hyperaktivität.
Sehr deutlich erleben Fallschirmspringer die Reizüberflutung, hier meist „sensory overload“ genannt, bei ihren ersten Sprüngen. Der Körper ist hierbei durch die psychische Extrembelastung meist für kurze Zeit nicht mehr in der Lage angemessen auf gegebene Umstände zu reagieren und blockiert.[1]

Rollenspiele
Ein erotisches Rollenspiel kann als Stimulation und Vorspiel für den Geschlechtsverkehr oder andere sexuelle Aktivitäten dienen, aber auch den gesamten Umfang der erotischen Aktivitäten darstellen, wie es im BDSM-Kontext oft der Fall ist (ohne dass zwangsläufig im engeren Sinne sexuelle Handlungen vollzogen werden müssen).
Dem Alltag zu entfliehen und sich in eine andere Person zu verwandeln, kann sehr befriedigend wirken, die eigenen sexuellen Fantasien beflügeln und für eine gesteigerte sexuelle Lust sorgen. So werden manche Männer sexuell erregt, wenn sich ihre Partnerin als strenge Lehrerin oder Schulmädchen verkleiden. Man kann auch einmal für kurze Zeit die Prinzessin, den Cowboy in Leder, die unnahbare Nonne, den begehrten Filmstar, einen Piraten oder einen Flugkapitän spielen. Alles, was anmacht, ist erlaubt, je nach Wunsch nur imaginär oder mit echten Kostümen und gespielten Szenen.
Bei den sogenannten Doktorspielen mimt einer der Sexualpartner den untersuchenden Arzt, ein anderer den Patienten. Beliebte sexuelle Rollenspiele sind auch die so genannten Erziehungsspiele, bei denen der eine Partner in die Rolle des dominanten, erziehenden Parts schlüpft, während sich der andere scheinbar ungehorsam oder auch gehorsam und devot verhält.
Erotische Rollenspiele werden häufig in sadomasochistischen Kreisen gespielt. Der dominante Partner übernimmt dort die Meister- bzw. Domina-Rolle, devote Partner eine Sklavenrolle. Auch Prostituierte verkleiden sich oft, um ihren Kunden vereinbarungsgemäß eine bestimmte, an den persönlichen Vorlieben des Freiers orientierte Rolle vorzuspielen.
Japans Bordelle haben um die Jahrtausendwende eine Marktlücke entdeckt und unter dem Begriff Cosplay erotische Rollenspiele in ihr Sortiment aufgenommen. Neben Prostituierten in Schuluniform oder Anime-Kostüm wird gerne eine Chikan-Situation nachgespielt. So haben einige Salons ein Zimmer zu einem Eisenbahn-Waggon ausgebaut, in dem die Kunden unbeteiligt herumstehende Prostituierte sexuell berühren dürfen.
Erotische Rollenspiele können auch als Chatrollenspiel gespielt werden. Siehe auch Cybersex.

Samt
Samt (von gr. ἑξάμιτος, "sechsfädiges Gewebe") ist ein Stoff, der durch Weben hergestellt wird. Bei der Herstellung dieses Gewebes wird ein zweiter Schuss- oder Kettfaden (dementsprechend Schusssamt/Kettsamt) eingearbeitet. Dieser Faden bildet Schlaufen (Flottungen), welche auf der rechten Warenseite den charakteristischen Faserflor ergeben, nachdem sie aufgeschnitten worden sind.
Samt taucht bereits im Italien des 13. Jahrhunderts auf. Er wurde schon zu diesem frühen Zeitpunkt als Bezugsstoff z. B. für Kissen verwendet, außerdem für Prunkgewänder und Wandbezüge.
Samt unterscheidet sich von Velours und Plüsch in der Länge des Flors. Beim Samt ist er am kürzesten (maximal 2 mm lang), daher fühlt sich Samt sanft, doch von diesen dreien relativ am härtesten an.
Pannesamt (oder Spiegelsamt) ist ein glänzender, spiegelnder Samt. Er erhält seine Optik durch Flachpressen oder Flachbügeln in beliebigen Mustern ("pannieren"). Verwendet wird Pannesamt für Damenoberbekleidung, Röcke, Schals oder Accessoires.
Die Stadt Krefeld am Niederrhein war zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert lange Zeit europäisches Zentrum für die Produktion aufwändiger und kostbarer Stoffe aus Samt und Seide. Die Stadt erhielt in dieser Zeit den Beinamen Samt- und Seidenstadt.

Satin
Satin [saˈtɛ̃] ist ein Gewebe, welches in Atlasbindung hergestellt wird. Dadurch ergibt sich eine stark glänzende, glatte Oberseite und eine matte Unterseite. Je nach Faserart und Garn kann Satin leicht oder schwer, matt- oder hochglänzend, fließend oder steif sein.
Obwohl Satin aus beliebigen Fasern gewebt werden kann, werden endlose Fasern wie Seide, Viskose oder Polyester bevorzugt, da diese den Glanz zusätzlich steigern. Satin aus diesen Materialien findet vor allem für Abendkleidung, Unterwäsche, Miederwaren und seltener für Bettwäsche Verwendung. Die Glattheit der Oberfläche macht ihn auch als Futterstoff sehr geeignet. Baumwollsatin ist als Bettwäsche- und Vorhangstoff beliebt; Wollsatin (Charmelaine) ist heute eher selten anzutreffen.
Varianten des Satins sind Moleskin, Duchesse und Crêpe Satin.
Es existiert ebenfalls eine Meerschweinchenrasse mit Namen Satin.

Schlagen / Peitsche
Eine Peitsche, auch Knute oder Geißel, ist ein Schlaggerät aus einem sehr schmalen Lederriemen oder Strick an einem mehr oder weniger langen Stiel. Den Griff einer Peitsche nennt man Knauf, der Strick oder Riemen wird Peitschenschnur oder Schlag genannt. Der Faden am äußersten Ende der Schnur heißt Treibschnur oder Schmitze.
Das Ende einer Peitsche kann bei korrektem Schlag auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigt werden, was den berühmten „Peitschenknall“ hervorruft. Genau genommen, rührt der Knall von der Bildung einer Schlaufe her, die mit steigender Geschwindigkeit aufs Peitschenende zurollt und dabei Schallgeschwindigkeit erreicht. Die Spitze selbst hat zum Zeitpunkt des Knalls bereits etwa doppelte Schallgeschwindigkeit. Der theoretische Nachweis dieses Phänomens gelang dem deutsch-ungarischen Physiker István Szabó, der in seinen Vorlesungen über die Technische Mechanik zunächst eine solche Peitsche knallen ließ und anschließend zur Erklärung die notwendigen Gleichungen an die Tafel schrieb.
Verschiedene Bauarten dienten lange Zeit als Folter- oder Bestrafungsinstrument (siehe Staupenschlag), daher rührt auch ihre Verwendung im BDSM-Bereich. Häufig dienen Peitschen auch als Dressurhilfen bei Pferden und Zirkustieren. Verschiedentlich wird die Handhabung der Peitsche auch als Sport und Teilbereich der Artistik betrieben.

Schweiß
Als Schweiß wird das Sekret der Schweißdrüsen bezeichnet, das Menschen beim Schwitzen absondern. Seine biologische Funktion besteht in der durch Verdunstungskälte erzeugten Kühlung des Organismus. Durch Verdunstung auf der Hautoberfläche werden dem schwitzenden Individuum 2,42 kJ/g Schweiß an Energie entzogen. Eine übermäßige, krankhafte Absonderung von Schweiß wird als Hyperhidrose bezeichnet.

Sex in der Öffentlichkeit
Unter Sex (engl. Form des lat. sexus, „Geschlecht“) versteht man die praktische Ausübung von Sexualität. Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet Sex sexuelle Handlungen zwischen zwei oder mehr Sexualpartnern, insbesondere den Geschlechtsverkehr und vergleichbare Sexualpraktiken, in seltenen Fällen auch die Masturbation.
Sex erfüllt zahlreiche verschiedene Funktionen: Er befriedigt die Libido, dient in Form des Geschlechtsverkehrs der Fortpflanzung und drückt als wichtige Form der sozialen Interaktion Gefühle der Zärtlichkeit, Zuneigung und Liebe aus. Besonders in Liebesbeziehungen kann das Sexualleben eine zentrale Rolle als Ausdruck der Verbundenheit der Partner spielen.
Sexuelle Handlungen unterliegen dem sexuellen Selbstbestimmungsrecht. Die Strafbarkeit bestimmter Praktiken dient heute weitgehend dem Schutz dieses Rechtsguts.
Sexueller Kontakt unter Tieren wird für gewöhnlich Begattung genannt. In der Regel handelt es sich dort um rein instinktgesteuertes Verhalten, das ausschließlich der Fortpflanzung dient. Bei einer Reihe von Arten, etwa den Bonobos und Delfinen, ist der Sex ähnlich wie beim Menschen auch Teil der sozialen Interaktion. Beim Menschen ist Sex kein reines Instinktverhalten mehr, sondern unterliegt bewussten Entscheidungsprozessen.

Sinnesentzug
Sinnesentzug beschreibt eine Technik aus dem Bereich der Sexualpraktiken, insbesondere der sadomasochistischen Praktiken, bei der einem der Partner ein oder mehrere Sinne entzogen werden. Häufig wird auch der Begriff „sensorische Deprivation“ aus dem Bereich Folter verwendet; im Gegensatz hierzu findet die sexuelle Variante auf der Grundlage gegenseitigen Einvernehmens und Freiwilligkeit statt (vgl. Safe, Sane, Consensual).
Der Sinnesentzug kann vom einfachen „Augenverbinden“, das auch im Vanillasex häufig vorkommt, bis hin zur Mumifizierung einschließlich des kompletten Umschließens des Kopfes mittels einer Maske beispielsweise aus Latex geschehen. Je nach Wahl der Mittel kann ein Sinn, beispielsweise der Hörsinn mittels Ohrenstopfen oder der Tastsinn mittels eines Vakuumbettes entzogen werden. Kombiniert werden kann im Rahmen der abgesprochenen Grenzen bis hin zu einem quasi vollständigen Sinnesentzug. Je nach Selbstverständnis der Partner kann diese Maßnahme in einem erotischen Kontext der „Bestrafung“ stehen oder der Befriedung eines sexuellen Fetisches, aber auch dem reinen Lustgewinn dienen.

Squierting
Als weibliche Ejakulation wird die meist mit einem intensiven Lusterlebnis verbundene, stoßweise Freisetzung eines Sekrets der Paraurethraldrüse bezeichnet, die von rund einem Drittel der Frauen unregelmäßig erlebt wird.
Das weibliche Ejakulat ist eine farblose und wässrige Flüssigkeit, die in den paraurethralen Drüsen (auch Skene-Drüsen, nicht zu verwechseln mit den Bartholinschen Drüsen) produziert wird. Man bezeichnet diese Drüsen häufig auch als weibliche Prostata. Das Ejakulat wird beim Orgasmus durch mehrere winzige Ausgänge in den Endabschnitten der Harnröhre ausgesondert.

Stöckelschuhe
Der Pumps [pɶmps] (Plural: die Pumps) ist ein weit ausgeschnittener, ansonsten aber geschlossener Halbschuh ohne Verschluss (keine Schnürsenkel, Riemen, Reißverschlüsse, Elastikbänder oder Ähnliches), mit flacher Sohle und einem modebedingt formvariierenden Absatz von mindestens 3 und maximal 9,5 Zentimeter Höhe.

Stiefel
Der Stiefel (Synonym: Boot, vom englischen Wort für Stiefel) ist eine Schuhgrundform und stellt daher eine Art der Fußbekleidung dar. Gegenüber dem nur bis zur Fußbeuge reichenden Halbschuh ist ein Stiefel ein Schuh, dessen Schaft (fachsprachlich für das Oberteil des Schuhs, in Abgrenzung zum Schuhboden) bis mindestens über den Knöchel reicht. Der Stiefelschaft wird nochmals grob untergliedert in den Fußteil und das sich daran anschließende, nach oben reichende Rohr (allgemeinsprachlich "Schaft" genannt).

Strümpfe
Ein Strumpf oder eine Socke (landschaftlich auch: der Socken; Mehrzahl: Strümpfe bzw. Socken) ist ein Kleidungsstück für den Fuß: ein textiler, zum Bein hin offener, am Zehenende geschlossener Schlauch, dem Winkel zwischen Fuß und Unterschenkel entsprechend vorgeformt. Strümpfe gibt es in verschiedenen Größen (vergleichbar den Schuhgrößen), Längen, Herstellungsweisen und Materialien.

Strapse
Strapse (vermutlich ursprünglich plural zu Strapp = Strick oder von engl. strap = Bändchen, Halter[1]) sind spezielle Strumpfhalter in Form elastischer Bändchen mit einer Spange, die an Dessous zur Befestigung von Feinstrümpfen angebracht sind.
Dessous, an denen sie angebracht sein können, sind Corsage, Torselett, Korsett, manchmal auch Body und selten Slip. Mit dem Strapsgürtel gibt es aber auch ein eigenständiges Dessous, dessen einziger Zweck das Festhalten der Strümpfe mit Strapsen ist.

Strumpfhose
Die Strumpfhose ist ein enganliegendes Beinkleidungsstück (Hose, Beinkleid), das die Füße mit einschließt (ohne Fußteile siehe Leggings). Sie bedeckt den Körper etwa vom Bauchnabel abwärts bis zu den Zehenspitzen. Der Bereich vom Bund bis zum Ansatz der Oberschenkel wird als Höschenteil bezeichnet. Für besseren Tragekomfort und bessere Haltbarkeit ist die Strumpfhose häufig im Schrittbereich (Zwickel) sowie an den Fersen und Spitzen verstärkt. Bei einigen Nylonstrumpfhosen ist das komplette Höschenteil verstärkt, sodass es dicker (und damit dunkler) wirkt als der Rest der Strumpfhose. Hauptfunktionen des Kleidungsstücks sind der Schutz vor Kälte und die Betonung oder kosmetische Verbesserung des Erscheinungsbildes der Beine. Durch die fließende Passform ergibt sich zudem ein optischer Vorteil gegenüber (sonstiger) Unterwäsche, die sich unter der Oberbekleidung an den Außenrändern meist sichtbar abzeichnet.

Tattoowierungen
Eine Tätowierung (wissenschaftlich auch Tatauierung, umgangssprachlich (engl.) Tattoo) ist ein Motiv, das mit Tinte oder anderen Farbpigmenten in die Haut eingebracht wird. Dazu wird die Farbe in der Regel mit Hilfe einer Tätowiermaschine durch eine oder mehrere Nadeln (je nach gewünschtem Effekt) in die zweite Hautschicht gestochen und dabei ein Bild oder Text gezeichnet. Die Tätowierung stellt eine Form der Körpermodifikation dar.

Total Power Exchange
Total Power Exchange (engl., wörtlich: "Totaler Machtaustausch", auch als TPE abgekürzt) bezeichnet ein Partnerschaftskonzept in der BDSM-Szene, das Sadomasochismus beinhalten kann, den Schwerpunkt jedoch auf D/s (Dominanz & Unterwerfung) legt. Die vollständige Unterwerfung des devoten Partners (häufig als Sub, Sklave/Sklavin oder Bottom bezeichnet) unter den dominanten Part (Herr/Herrin oder Top) wird angestrebt.

Tränen
Die Träne ist eine salzige Körperflüssigkeit, die die Tränendrüsen von Menschen und Säugetieren ständig absondern. Das Tränensekret besteht aus einer wässrigen Phase und einer Lipidphase. Störungen in der Zusammensetzung führen zum trockenen Auge. Eine menschliche Träne wiegt ca. 15 Milligramm.
Beim Menschen werden die Tränen von den Tränendrüsen, die beidseitig in der oberen äußeren Ecke der Augenhöhle liegen, produziert. Die Tränenflüssigkeit enthält keimtötende Stoffe wie Human-Lysozym und schützt die Augenoberfläche vor kleinen Fremdkörpern, indem sie diese durch Lidschlag wegwischt.
Der Tränenfilm hält ständig die vordere Augapfelfläche feucht und schützt das Auge somit vor Austrocknung.
Wenn die Augen stärker gereizt sind, beispielsweise durch Fremdkörper, starken Wind oder die beim Schneiden von Zwiebeln ausgesetzten Reizstoffe, wird im Gehirn der Reflex, die Tränendrüsen zu aktivieren und mehr Tränenflüssigkeit als für den Tränenfilm auszuscheiden, ausgelöst. Es bildet sich eine richtige Träne. Diese wird dann aus dem Auge herausgespült.
Tränen können aber auch hervorgerufen werden, ohne dass eine Notwendigkeit der Augenreinigung besteht, beispielsweise beim Weinen.
Eine krankhafte Vermehrung der Tränenflüssigkeit bezeichnet man als „Tränenträufeln“.

Dildo / Umschnalldildo
Ein Dildo (von it. Diletto „Entzücken“, franz. auch Godemiché „erfreue mich“ genannt) ist ein meist penisförmiges Sexspielzeug. Dildos werden aus verschiedenen Materialien hergestellt. Theoretisch wurde der Dildo unter anderem von Beatriz Preciado in Kontext der Queer Theory thematisiert.[1]
Ein Strapon, auch Strap-On, ist ein Dildo zum Umschnallen (Umschnalldildo). Meist wird er von Frauen benutzt, um damit andere Frauen vaginal oder anal oder auch Männer anal zu penetrieren. Er sieht aus wie ein fester Slip aus Leder, Latex oder Ähnlichem, der meist mit einem Gürtel oder Riemen um die Taille befestigt werden kann. Solche Riemen zur Befestigung eines Dildos werden auch als Harness bezeichnet. Auf dem Band, das durch den Schritt führt, ist an der Vorderseite ein Dildo oder Vibrator befestigt.
Weitere Varianten von Strap-ons haben zusätzlich an der Innenseite Dildos, Vibratoren oder Ähnliches, die zur Stimulation der Trägerin dienen. Diese innen angebrachten Dildos können je nach Ausführung sowohl vaginal als auch anal eingeführt werden. Einige Strap-ons sind so konzipiert, dass der Schritt frei bleibt beziehungsweise eine Öffnung vorhanden ist. Diese dient wiederum zur sexuellen Reizung durch den Partner oder mit Sexspielzeugen.
Andere Konstruktionsprinzipien von Umschnalldildos sind z. B. Gurte oder Riemen, an denen ein Dildo befestigt ist, so dass die Gerätschaft auch am Kopf oder am Oberschenkel befestigt werden kann.

Uniformen
Eine Uniform besteht aus einer kompletten Garnitur der Bekleidung, d. h. Kopfbedeckung, Oberbekleidung, Beinkleid, Schuhwerk sowie Dienstgradabzeichen und ggfs. Orden. Neben der Einsatz- oder Felduniform für den täglichen Dienst existieren verschiedene Ausführungen. So existieren Uniformen für repräsentative Anlässe (Ausgehuniformen, die sogenannte „erste Garnitur“, Paradeuniformen, Galauniformen), spezielle Uniformen für Einsatzgebiete (z. B. auf See, in den Bergen, in den Tropen, in Wüsten und Wäldern) und Einsatzaufgaben (z. B. Technischer Dienst, Alpineinsatz, geschlossene Einsätze) oder Tätigkeiten (Panzerkombi, Fliegerkombi, uniformierter Sportanzug).
Im öffentlichen Dienst sind für die einzelnen Bereiche Anzugsordnungen (z. B. Uniformverordnung (D); Bundeswehr: ZDv 37/10) vorgegeben.
Auf Uniformen zu sehende Wappen werden als Ärmelwappen bezeichnet.
Die Vielzahl der Uniformstücke ist in der Liste der Uniformstücke beschrieben.

Vergewaltigungsspiele
Lover Boy war in den frühen 1980er-Jahren ein nicht jugendfreier Arcade-Automat, der in Deutschland zu erheblichen Diskussionen geführt hatte und schließlich von der ASK Automaten-Selbst-Kontrolle komplett aufgekauft und vernichtet worden sein soll. Dies ist nicht so. Mittlerweile ist eine M.A.M.E.-Version aus einer gefundenen Platine erstellt und veröffentlicht worden. Inhalt des Pac-Man-ähnlichen Spiels war es, verschiedene Frauen in einem Labyrinth zu fangen. Die daraufhin erscheinenden – nicht jugendfreien Szenen – führten schließlich zu einer parlamentarischen Anfrage im Deutschen Bundestag. In den Medien wurde Lover Boy als Vergewaltigungsspiel dargestellt.
Die Freiwillige Automaten-Selbst-Kontrolle (ASK) wurde 1982 gegründet, was auf den Lover-Boy-Automaten zurückzuführen ist.[1]
Das Copyright wird im Spiel selbst mit 1983 angegeben, wobei zumindest einzelne Platinen (oder Prototypen) eher erhältlich gewesen sein müssen.

Voyorismus
Voyeurismus (v. fr. voir für „sehen“ und voyeur für „Seher“) ist eine Form der Sexualität, bei der ein Voyeur (umgangssprachlich auch Spanner genannt) durch das Betrachten von seiner Präferenz entsprechenden sich entkleidenden oder nackten Menschen oder durch das Beobachten sexueller Handlungen sexuell erregt wird. Im engeren Sinn bezeichnet der Begriff das heimliche Beobachten einer unwissenden Person, im weiteren Sinn jeglichen Form der Lust am Betrachten. Das Gegenstück zum Voyeurismus ist der Exhibitionismus.

Waffen
Als Waffe werden in der Regel alle Mittel verstanden, die dazu geeignet sind, Lebewesen in einer Konfliktsituation in ihrer Handlungsfähigkeit zu beeinträchtigen oder handlungsunfähig zu machen, physisch oder psychisch zu verletzen oder zu töten. Dazu zählen auch Mittel, die Gegenstände und immaterielle Güter beschädigen, zerstören oder gebrauchsunfähig machen können.
Zu den Waffen zählen auch Sportgeräte, die zum Zweck den sportlichen Wettkampf haben, aber entweder aus Waffen entwickelt wurden oder das Gefährdungspotential einer Waffe tragen.

Windeln
Die Windel ist ein körpernah eingesetzter Saugkörper zur Aufnahme von Urin und Kot. Windeln gibt es in allen Größen und sie können daher von Menschen jeden Alters verwendet werden. Die häufigsten Anwender sind allerdings Säuglinge und Kleinkinder.
Weiterhin werden Windeln in der Altenpflege eingesetzt, da hier häufig eine Schwächung der Bindegewebsmuskulatur oder eine psychische Leistungsschwäche vorliegt und es daher zu Harn- bzw. Stuhlinkontinenz kommt. Aber auch jüngere Menschen können z. B. durch Krankheiten, Unfälle mit Wirbelsäulenverletzungen oder, bei Frauen, durch eine Schwangerschaft inkontinent werden. Ein weiterer Anwenderkreis stellen Leute dar, die wegen ihrer beruflichen Situation nicht so ohne weiteres eine Toilette aufsuchen können wie z. B. Astronauten beim Weltraumspaziergang, Berufs-Tiefseetaucher, Piloten in Flugzeugen ohne Toilette auf Langstreckenflügen. Manche Personen verwenden Windeln auch ohne eine körperliche Notwendigkeit, es sind so genannte Windelfetischisten.

Wolle
Als Wolle (von indogermanisch „uel“: reißen, rupfen oder drehen) bezeichnet man die weichen Haare des Fells einiger Säugetiere (im Gegensatz zum Deckhaar). Sie gehört wie Seide und Kasein zu den Proteinfasern, jedoch unterscheiden Wolle und andere Tierhaare sich von diesen durch ihren hohen Schwefelgehalt (3–4 %), der vom hohen Gehalt der Doppelaminosäure Cystein herrührt. Wolle ist ein nachwachsender Rohstoff.

Zwangsjacke
Die Zwangsjacke stellt eine Form der medizinischen Fixierung dar. Dabei werden die Arme der zu fesselnden Person in die Ärmel der Zwangsjacke gesteckt, die am Ende keine Öffnung aufweisen. Die Zwangsjacke wird dann zuerst auf dem Rücken verschlossen, indem zahlreiche Gurte geschlossen und festgezogen werden, die Zwangsjacke liegt dadurch sehr eng am Oberkörper an. Danach werden die Arme vor dem Oberkörper verschränkt, am Ende der Ärmel befinden sich Gurte, die auf den Rücken geführt und dort befestigt werden. Damit die gefesselte Person die Zwangsjacke nicht über den Kopf ziehen kann, gibt es bei manchen Zwangsjacken einen weiteren Gurt, der zwischen den Beinen nach hinten hindurchgezogen und wie die anderen Gurte auf dem Rücken festgezogen wird. Die Bewegungsfreiheit der Beine wird durch die Zwangsjacke nicht beeinträchtigt, sie erhalten eine separate Fessel.
Die Fesselung mit der Zwangsjacke wirkt im Vergleich mit anderen Fesseln auf den ersten Moment relativ bequem. Um zu verhindern, dass sich die gefesselte Person selbst befreit, muss die Zwangsjacke eng anliegen. Dies wird dadurch erreicht, dass die Gurte auf dem Rücken sehr stramm gezogen werden, was langfristig die Atmung erschwert. Auch die Arme liegen eng am Körper an, was auf die Dauer schmerzhaft ist. Weiterhin ist die Zwangsjacke sehr warm, die gefesselte Person beginnt auf die Dauer stark zu schwitzen.
Es gibt Berichte, in denen die Zwangsjacke als Folterinstrument verwendet wurde. Dabei wurden die Gurte besonders fest angezogen.
In der BDSM- und Bondage-Szene werden Zwangsjacken unter anderem zur Fixierung des Bottom verwendet. Diese sind oft vom Design (besonders viele Schnallen, enger Halsausschnitt) und Material her (Latex, Leder) für diese Zwecke angepasst und hergestellt.